Mal etwas zur politischen Bildung

Auszug aus einem Zeitungsartikel der TAZ vom 12. August 2007:

"Selten waren sich Wissenschaftler diesseits und jenseits des Atlantik so einig wie im Fall des Berliner Stadtsoziologen Andrej H.. H. war vor zwei Wochen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verhaftet worden und sitzt seitdem in der JVA Moabit in Einzelhaft.
In der Begründung der Bundesanwaltschaft heißt es unter anderem: Eine von H. "veröffentlichte wissenschaftliche Abhandlung enthält Schlagwörter und Phrasen, die in Texten der 'militanten gruppe' ebenfalls verwendet werden." Gegen die "militante gruppe" (mg), auf deren Konto zahlreiche Brandanschläge gehen, ermittelt die Bundesanwaltschaft schon lange - bislang ohne Erfolg."

(..)

"Tatsächlich entblödet sich die Bundesanwaltschaft nicht, gegen einen weiteren Verdächtigen mit der Begründung zu ermitteln, ihm stünden "als Mitarbeiter eines Forschungszentrums Bibliotheken zur Verfügung, die er unauffällig nutzen kann, um die zur Erstellung der militanten gruppe erforderlichen Recherchen durchzuführen".
Sollte diese Begründung Schule machen, muss künftig jedes Soziologieseminar im Moabiter Knast stattfinden. Besser aber wäre es, die Bundesanwälte würden noch einmal ein paar Semester an die Uni gehen."

 

Vielleicht kann sich ja der/die eine oder andere überlegen, ob er/sie dagegen Stellung beziehen möchte: LINK

19.8.07 18:32

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